Glückauf – die 2. kommt !

Geschrieben von Christian Klas am in 2. Herren, Herrenmannschaften, Mannschaften

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Im Scheinwerferkegel der Leutzscher Füchse kann alle Welt verfolgen, was unsere Publikumslieblinge (wie Kathrin Mühlbach oder André Riebau) Woche für Woche leisten, wie die beste XIV. Mannschaft der Welt raketenartig nach oben durchschießt, wie die gut abgehangene V. Herren sich selbst und die Gegner (in der Reihenfolge) unter Kontrolle bringt und wie die “Erschte” den Tanz auf der Kante zelebriert, Aber passiert da nicht noch mehr ? Bravouröses, oft kaum Erklärbares im nebulös wabernden Dunstkreis des Fuchsbaus ? Abseits der auskommentierten Ballwechsel gibt es unerforschte Nischen, rätselhafte Ergebnisse in Vergessenheit geratener Mannschaften. Falsche Bescheidenheit, ungeklärte Zuständigkeiten oder in Parallelwelten verschollene Informationen, es gibt viele Gründe die keine sind. Und ja – entgegen anderslautender Gerüchte, es gibt sie noch – die zweite Herrenmannschaft. Mopsfidel, mit leichtem Hang zum Understatement, aber auch zum gepflegten Ball. Das Auswärtsspektakel des Jahres, auf das man hinfiebert wie auf den internationalen Frauentag, das ultimative Triptichon aus Pobershau, Marienberg und Pizzeria, es wurde wieder gemeistert. Vorhang auf für die Zweite…

So ein Tag ist nichts für Weicheier. Eine Herausforderung jagt die nächste. Trotz jährlichem Turnus geht es nicht ohne Navi. Die Unsicherheit wo das alles ganz genau ist und ob man es rechtzeitig findet, fährt immer mit. Früh los, nachts zurück. Alles muß stimmen, wenn der Beutezug ein solcher werden soll. Die Tankfüllung, der Radiosender, die Nacht davor. Zumindest Letzteres klappte nicht bei allen, so dass praktisch nur 4 gut durchblutete Stammspieler, eine blassgrünliche Haut die erst auf den zweiten Blick an den 5. Mann erinnerte, und ein mitspielender Ersatzfahrer den weiten Weg auf sich nahmen. Der einzige Sachse der auch so heißt hatte leider ganz absagen müssen. Die Zeichen standen also trübe. In Pobershau gleich mehrere Überraschungen. Gastfreundlich geräumte Schrägdächer und die Treppe zur Rumpelkammer war weg, umziehen war diesmal zwischen bunten Kindersachen. Die Gastgeber in nomineller Bestbesetzung, allerdings mit einem angeschlagenen und später aufgebenden Danilo Martin. Sandy und Eric überzeugen im Doppel und halten das Spiel zunächst offen, denn Andy Mohr in großer Form überrannte Marc Martin regelrecht mit 3:0. Am Nachbartisch sah Robert lange gegen Macak aus wie ein Sieger, gewann den ersten Satz und führte im zweiten schon 7:4, sah ungefährdet aus. Aber dann blieb er unglücklich an der Tischkante hängen und bis er seine Finger wieder sortiert hatte, war das Match leider gelaufen. Pech auch für Eric, der den eindeutig falschen und verdeckten Aufschlägen seines cleveren Gegners David im 5. Satz nach großem Spiel mit 10:12 Tribut zollen muste. Dem von außen zuzusehen tat fast weh. Das zarte Hoffnungsgrün verblühte langsam, aber sicher. Eric überzeugte nochmal gegen Bartsch und das war es dann auch. An dieses 5:10 wird man sich nicht lange erinnern.

Früher als sonst ging es nach Marienberg, ungewohnt langes Einspielen, ein seinem Schicksal ergebener Gegner. Was kam war ein freundliches 10:5 für uns, einige nette Ballwechsel, ein entspanntes Spielchen. Nur die Barthmänner vermochten es, uns ein bißchen zu ärgern. Auch der nur ansatzweise Basisform erreichende Max holte sein Pünktchen gegen Heinrich, verlor dann allerdings unnötig gegen Zabelt.

Der größte Erfolg aber gelang in der Pizzeria. Abwimmelunsgversuchen einheimischer Nörgler im Eingangsbereich zum Trotz gelang es uns im Holzofen andere zu überholen und relativ schnell ein gutes Gefühl in der Magengegend zu entwickeln. Eric wurde dann auf der Rückfahrt irgendwo hinter einer tristen Platte in Chemnitz ausgesetzt, auf eigenen Wunsch. So schlimm war doch aber die Niederlage gegen David nun auch wieder nicht ?? Aber deuten wir es mal als Indiz für einen ungebrochen starken Willen in der Zweiten am Ende Siebter zu werden. Ob das was wert ist, wissen die Götter. Man müsste sich sowieso entscheiden. Die Messen des erzegbirgischen Triptichons scheinen gelesen. Die Schere zwischen Pobershau und Marienberg geht auf, auf welche Seite sich Leutzsch schlägt ist noch nicht klar. Zur Zeit riecht es eher nach Pizza.

Aber die Zweite lebt. Putzmunter.

Andy 2,5/2,5 Robert 1,5/3,5 Max 1/4 Eric 4/1 Sandy 4/1 CK 2/3

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