DM: Mühlbach holt Silber im Doppel

Geschrieben von lars.wittchen am in 1. Damen

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Kathrin Mühlbach hat am Sonntagnachmittag bei den 84. Nationalen Deutschen Meisterschaften in Bielefeld die Silbermedaille im Doppel gewonnen. Die 24-Jährige verlor an der Seite von Yuko Imamura (2. Liga, Kleve) das Finale mit 2:4-Sätzen gegen Chantal Mantz (TSV Schwabhausen) und Yuan Wan (TTG Bingen/Münster-Sarmsheim). Durch den zweiten Platz komplementierte Mühlbach ihre Medaillensammlung von Deutschen Meisterschaften im Doppel. 2010 hatte Mühlbach an der Seite von Sabine Winter triumphiert. Bronze feierte sie 2011 (mit Winter) und 2014 mit Zhenqi Barthel.

Bereits im November entschlossen sich Kathrin Mühlbach und Yuko Imamura einen gemeinsamen Angriff bei den Deutschen Meisterschaften vorzunehmen. Damals trafen sie sich zufällig bei einem DTTB-Kader-Lehrgang in Düsseldorf. Während Mühlbach Trainerin Dana Weber assistierte, schmetterte Imamura als Trainingspartnerin dem Nachwuchs die Bälle um die Ohren. „Wir spielten ein, zwei Doppel zusammen und waren recht erfolgreich“, erinnerte sich Mühlbach und die Idee eines gemeinsamen Doppels entstand. Als Ziel wurde eine Medaille auserkoren.

Comeback im Halbfinale

Nach Freilos in der ersten Runde quälten sich Mühlbach/Imamura über die volle Distanz gegen das Zweiliga-Doppel Caroline Hajok/Anne Sewöster. Nach dem 3:2 folgte ein klares 4:0 gegen Yvonne Kaiser (TTV Hövelhof)/Vivien Scholz (TSV Schwarzenbek, 2. Liga). Das Minimalziel Medaille war erreicht. Und es schien auch bei der Bronzemedaille zu bleiben.

Mit 1:3-Sätzen und 1:8 lagen Mühlbach/Imamura gegen die an Nummer zwei gesetzten und klaren Favoritinnen Nadine Bollmeier (TUSEM Essen)/Tanja Krämer (TV Busenbach) zurück. Jetzt hatten Mühlbach und Imamura nichts mehr zu verlieren. „Yuko (Imamura) zog ein paar schöne Angriffsbälle auf den Tisch und ich schoss auch ein, zwei Bälle“, erinnerte sich Mühlbach. Bei 10:11 hatten Bollmeier/Krämer Matchball. Bollmeier spielte mit einen Schupfball die Vorhandseite von Mühlbach an. Darauf hatte Mühlbach nur gewartet. Sie antwortete mit einem unerreichbaren Angriffsball und das Spiel drehte sich.

Silber gewonnen

Im Finale kam es zum Duell zweier Außenseiter. Chantal Mantz und Yuan Wan hatten im Halbfinale überraschend Kristin Silbereisen und Sabine Winter (beide SV-DJK Kolbermoor) in sieben Sätzen ausgeschaltet. „Natürlich wollten wir die Gunst der Stunde nutzen”, sagte Mühlbach nach dem Spiel. Den 0:2-Satzrückstand konnten Mühlbach/Imamura noch zum 2:2 ausgleichen. Am Ende triumphierte jedoch das junge Bundesligadoppel Mantz/Wan mit 11:7, 11:8, 8:11, 9:11, 11:6, 11:8. „Wir haben Silber gewonnen und mit Stolz das Finale verloren”, lautete das Fazit von Mühlbach. Imamura ergänzte: „Wenn mir vorher einer gesagt hätte, wir gewinnen Silber, dann hätte ich sofort unterschrieben.“ Für die 20-jährige Imamura war es die erste Medaille bei den Deutschen Meisterschaften.

Do Thi mit starker DM

Zum zweiten Mal knapp an einer Medaille im Doppel vorbei schrammten Huong Do Thi und Anna-Marie Helbig. Die beiden Leutzscher Eigengewächse gewannen jeweils mit 3:2-Sätzen gegen Christina Feierabend/Eva-Maria Maier (beide TSV Schwabhausen) und Sarah Diekow/Soraya Domdey. Im Viertelfinale wurde der Medaillentraum von Do Thi/Helbig durch die späteren Siegerinnen Mantz/Wan mit 0:4 zum Platzen gebracht.

Do Thi überzeugte nicht nur im Doppel. In der Einzelkonkurrenz wurde die Leutzscher Nummer vier erst im Achtelfinale durch Nadine Bollmeier (0:4) gestoppt. Bis dahin war Do Thi ungeschlagen gewesen. In Qualifikationsgruppe D setzte sich die 21-Jährige gegen Theresa Adams, Katharina Binder und Sarah Diekow durch. In der ersten K.o.-Runde zeigte Do Thi Angstgegnerin Soraya Domdey mit 4:2 ihre Qualitäten. Kathrin Mühlbach wurde dagegen durch Angstgegnerin Tanja Krämer im Viertelfinale mit 0:4 gestoppt. Für Anna-Marie Helbig war bereits in der Qualifikationsrunde Schluss. Ein Sieg gegen Niina Shiiba (3:2) und Niederlagen gegen Eva-Maria Maier (0:3) und Wenna Tu (1:3) bedeutete das frühe Aus.

 

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