Tanze Limbo mit mir

Geschrieben von Tho Do Thi am in 1. Damen, Allgemein, Damenmannschaften, Mannschaften

E8BE11BA-C4FF-4E63-97DD-7D7D8024245CEs war Jolandas erste Auswärtsfahrt mit uns. Wer noch nie dabei war, weiß auch nicht, was da auf einen zukommen könnte. Anna überreichte ihr tolle, rosa Kopfhörer, die sie nun immer aufsetzen muss, wenn die Konversationen mal wieder Niveau-Limbo spielen. In diesem Moment blickte Huong zurück: “Oh man, es gab noch Zeiten, da musste ich Kopfhörer aufsetzen”. Tja, und nun spielt sie auch in den ersten Ligen des Niveau-Limbos mit – wie schnell die Zeit vergeht. Aber immerhin schlug auch die Digitalisierung bei uns ein: Vor Jojos Generation bestand “Kopfhörer aufsetzen” noch aus Ohren zuhalten und einem “lalalalalala..”.

Zur Hinfahrt rissen sich noch alle zusammen. Wir kamen gut in Uentrop an, waren jedoch sehr enttäuscht: Diesmal begrüßten uns nur knapp 55 statt über 1800 Zuschauer. Frechheit!
Meine Gedanken während des Einspielens der anderen (“Auch entspannt mal nicht zu spielen.”) wurden gleich nach Spielbeginn überrollt von einer 5-Jährigen Stimme in meinem Kopf: “Manno, ich will auch spielen”. Leider noch nicht möglich, aber ich arbeite an meinem Comeback. Also falls Kuchen und Proviant essen von unserer Feel Good-Managerin, Lotti, auch zählt, dann bin ich mehr als gut dabei!

Währenddessen ackerten Huong und Anna an ihrem imaginären Doppel-QTTR, das theoretisch schon Tokio2020-Niveau hätte (3:0 Shapovalova/Sillus). Jojo läutete mit Marina ihr Debüt ein und schlug sich wacker (0:3 Balint/Scheld). Zwei Siege im oberen Paarkreuz (Huong 3:2 Balint und Marina 3:0 Avameri) lieferten uns fix eine komfortable 3:1-Führung. Huong zeigte dabei mal wieder, was für einen riesigen Sprung sie in der letzten Zeit machte. Ich meine, VH-Flipp-Schuss.. Wer hätte das jemals erwartet?!
Jojo glänzte in ihren Einzeln mit großem Kampfgeist. In jeder Situation pushte sie sich – egal wie der Spielstand aussah. Davon können sich noch einige eine Scheibe abschneiden, trotzdem (noch) ein 0:3 gegen Shapovalova. Anna stand hingegen sowohl geistlich als auch körperlich neben sich im ersten Einzel. Kopf und Körper waren einfach zu langsam, 1:3 Sillus.

In der zweiten Einzelrunde lief es im oberen Paarkreuz gar nicht mehr so rund. Huong durchbrach die Noppe von Avameri leider nicht (1:3) und auch Marina fand in den drei Sätzen nicht das passende Mittel gegen Balint. Anna nahm nun gegen Shapovalova all ihre Kraft wieder zusammen und sagte sich: “nur noch positiv, Anna” und schwups, da war der Sieg! So einfach geht das ;)
Nach Adam Ries stand es nun also 4:5. Letztes Spiel: Jojo gegen Sillus. Schwierige Nummer, aber vor allem in Satz 3 zeigte Jojo nach 0:6 nochmal, was sie denn alles drauf hat – da drehte sich ihre Gegnerin doch einige Male direkt um, um den Ball an der Bande holen zu gehen. Dennoch auch diesmal (noch) ein 0:3.

Wir sind dennoch nicht unzufrieden mit der knappen Niederlage und blicken zuversichtlich auf die nächsten Spiele. Und zur Rückfahrt sage ich jetzt nur: Kopfhörer. :)

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