Emotions – Feelings – Statements

Geschrieben von Kerstin am in 3. Damen, Allgemein, Damenmannschaften, Mannschaften

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(Bericht bei Sarah Triepel)

Die dritte Damenmannschaft musste sich im letzten Heimspiel gegen die Gäste der SG Aufbau Chemnitz erwehren. Keine leichte Aufgabe, wie sich herausstellen sollte, denn schließlich machten wir uns schon vorher extrem verrückt. Nur warum? Das findet ihr aus den diversen Eindrücken sicher heraus.

Sonntag, 17.11.2019 – 9:15 Uhr

„Nach einer anstrengenden und ermüdenden Anfahrt von aufgeweckten Teamkolleginnen mit Übermotivation begrüßt zu
werden (Katrin tanzte mit dem Mob), ist immer ein Highlight“, begeisterte sich Marie-Philine trotz der frühen Stunde. Doch als ich kurze Zeit später in die Halle kam, war eher eine Übermenge von Maries Müdigkeit zu erkennen. Aber diesmal war das nicht entscheidend, da sie Luca den Vortritt beim spielen und Katrin beim Mobschwingen ließ.

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Ein historisches Tief unserer glanzvollen Saison sollte uns allerdings an diesem Sonntag morgen im kalten Fuchsbau ereilen. Noch nie mussten wir beide Doppel abgeben. Da Andre bekannterweise immer 5-Satz-Spiele zählt, beschlossen wir, dass dies die Aufgabe von Luca/Fatemeh werden sollte, sich gg. Hahn/Freyer zu beweisen, doch Ausnahmen bestätigen ja die Regel. So fand ich mich als Zähler in dem 5-Satz-Spiel von Kerstin/Katrin gg. Roch/Brey wieder. Spannung pur bei unserem, bis dahin ungeschlagenen Doppel, welches Marie zusammenfasst wie folgt:

„Der 0:2 auf 2:3 Krimi unseres Doppels Katrin/Kerstin, welche definitiv eine Chance hatten. Aber man kann es auch positiv sehen: mich darüber zu freuen, dass sie mal den Ball nicht nur auf die Platte spielen müssen, weil die mehr als sympathisch wirkenden Gegnerinnen die Platzierungen schon zu wissen schienen, oft parat standen und sicher zurück spielten. Ich hoffte auf einen Gewinn, denn mit den Doppeln 1:1 zu starten ist eine entspanntere Ausgangslage. Aber sie haben gekämpft, und Kerstin war so schön emotional angefixt.“

Als Überraschung kam Melli nach den Doppeln in die Halle und bemerkte sofort, dass hier etwas nicht stimmte.

„Spontan und leicht verspätet kam ich in die Halle, etwas verwirrt über das 0:2 an der Anzeigetafel. Meine Zuversicht, dass die Mädels den Rückstand noch drehen konnten, tauschte ich eigentlich erst beim Stand von 2:5 so langsam gegen Unsicherheit ein – aber nur so langsam, denn Kerstin und Kate waren (in ihren Einzeln ;) ) eine beeindruckende sichere Bank an diesem Tag.
Den 5. Satz mit einer spinnigen Ballonabwehr gewinnen oder den gegnerischen Satzball mit einem parallelen Rückhandtopspin abwehren, das alles schien absolut kein Problem.“

Kerstin sah das Spiel gg. Hahn am Ende so:
„Wenn du 2:0 führst, Deinen Gegner auf 2:2 rankommen lässt, beim 10:3 zwei Netzbälle fischst, den letzten Ball mit Ballonabwehr auf den Tisch zurück rettest und der Gegner dann am Ball vorbei schlägt, so dass du Deine ganze Frustration in einem einzigen „Tschoa” in die Welt schreien kannst, dann weißt du einfach, dass bei diesem Punktspiel alles möglich ist.“

Während Kerstin ein langes, spannendes Spiel lieferte, verkürzte Katrin unseren Rückstand mit einem schnellen 3:0 Sieg über Brey auf einen Gesamtpunktestand von 2:3, denn Fatemeh hatte zuvor gg. Freyer 1:3 verloren. Auch die nächsten 2 Spiele gaben wir wieder an Chemnitz ab und so stand ein 2:5 auf der Anzeigetafel. Irgendwie hofften wir wenigstens noch auf ein Unentschieden.

Also auf zur Aufholjagd. Kerstin gg. Freyer und Katrin gg. Roch; schnell und ungefährdet wurden die 3:0 Spiele in 2 Punkte umgewandelt. Lucas Spiel gg. Brey war somit entscheidend und mit dem 11:0 zum 3:1 Sieg überrumpelte sie ihre Gegnerin im 4. Satz regelrecht.
Da kam kurzzeitig die berechtigte Frage auf: Woran hat’s gelegen? Gleich 3 Personen wollten für Lucas Sieg verantwortlich sein: „Es war mein Coaching” (Elsa), „mein Timeout“ (Kerstin), „mein Training” (Andre). Aber vielleicht war es auch einfach Luca, die ein tolles Spiel ablieferte. Bei einem Zwischenstand von 5:5 war das erhoffte Unentschieden nun schon viel näher, als man es zuvor gedacht hatte.

Manch einer liebäugelte jetzt sogar wieder mit einem Sieg und so eröffnete Katrin die letzte Einzelrunde mit einem hervorragenden 3:0 gegen Hahn, Fatemeh machte es ihr gg. Roch nach und holte den Punkt zum Unentschieden. Doch das war uns nun nicht mehr genug und so nutzte Kerstin die Chance, dass anfangs beinah verloren gesehene Punktspiel in einen grandiosen 8:5 Sieg umzuwandeln.

Die Highlights eines Nicht-Spielers würde ich aus meiner Sicht genauso zusammen fassen, wie es Marie im Folgenden getan hat:„Zu zählen, dabei meistens effektiv tatsächlich wenig von beiden laufenden Spielen mitzubekommen, aber die Stimmung in mich aufzusaugen (wenn ich gerade nicht zu konzentriert zähle). Diese ständige Hoffnung in Form einer kleinen Flamme, die mit jedem gewonnenen Punkt immer mehr aufkeimt. Dieser Stolz nach dem Spiel, einen Sieg errungen zu haben, während man auf der Bank (fr)isst und ab und zu mit einem netten Ratschlag zur Seite stehen darf. Dieses tolle Gefühl, zu sehen, wie unsere Mannschaft immer weiter zusammen wächst und wir uns einfach gut ergänzen/ harmonieren. Was auch heißt, dass man sich theoretisch entspannt zurücklegen und top Damentischtennis inklusive Nervenzittern bei Aufholjagden betrachten kann, trotz allem immer mitfiebert und Daumen drückt, wenn man nicht gerade die mentale Stärkung an der Bande darstellt.“

„Ein krasser Heimsieg also, bei dem das Zuschauen unheimlich Freude gemacht hat!“ (Melli).

“Vielen lieben Dank für eure Unterstützung!” Diese Worte geben wir an die 2. Damen und an André; ohne euch hätten wir diesen Wahnsinn wahrscheinlich nicht so grandios gemeistert.

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