Im Swippbogenland

Geschrieben von Marie-Philine Rockmann am in 3. Damen, Damenmannschaften, Mannschaften

Tripelpunktspielspätfolgen

von Luca de Groote

Wir schreiben den Morgen des zweiten Dezember 2017 im Fuchsbau in der Wielandstraße.

Public Viewing war angesagt, denn die zweite Damenmannschaft spielte gegen Alemania Riestedt.

Dies ist übrigens jene Mannschaft, der unsere Exfähen Linda Renner und Laura Krüger nun angehören. Aus diesem Grunde vielleicht, und auch, weil es ein spannendes Spiel werden sollte, war die Halle gut befüllt.

Aber nicht nur Public Viewing, sondern auch Public Playing war angesagt. Denn unsere Fähen im oberen Paarkreuz, Kerstin und Elsa, verstärkten die Zweite an diesem Morgen. Es versprach also, ein insgesamt langer und anstrengender Tag zu werden.

Nach Aufwärmspielen (für Kerstin und Elsa) und -klatschen (für Marie und Luca) ging es also auf in den ersten (und letzten) Doppelspieltag der Hinrunde.

Unterstützt, seelisch betreut und bestens herumkutschiert ins entfernte Erzgebirge wurden wir an diesem Tage von Rolf. Danke, dass du dabei warst, es ist immer eine Freude mir dir!

Auch schön, dass du schon vorher so zuversichtlich warst bei unserem großen Vorhaben, und so weitsichtig warst, uns Stöcke mitbringen zu wollen.
Station 1: Der TTSV Handwerk Tannenberg, angesiedelt in einer kleinen eingeschneiten Gemeinde und einer noch etwas kleineren „Halle“. 
Leider merkten wir dort, dass die erste Kerze am Adventsgesteck (und auch der Swippbogen) noch nicht brannte; es war recht dunkel an den Platten.
 Bei den Doppeln mussten Elsa und Kerstin mussten im 5. Satz den Franz-Schwestern die Hand reichen. Diese Spiele zeichneten den Verlauf des restlichen Punktspiels leider auch schon ab. Nach ebenso guten Einzeln mit netzlastigen Ballwechseln konnte immerhin Kerstin einen Punkt gegen Linda Franz einsacken.

Das, obwohl Kerstin nun wirklich nur Netz gegen sich hatte; dies übrigens, egal, in welcher der 3 Hallen: das sollte sich an diesem Tag nicht ändern!

Bei vier (eigentlich fünf) Fünfsatzspielen freuen wir uns aber schon auf das Rückspiel…

Nicht zu vergessen: Tannenberg konnte bisher nur Siege verzeichnen.

Außerdem war es noch nicht einmal um fünf, die Nacht war jung, und, wie man so schön sagt: 
„Je später der Abend, desto besser die Gäste!“- oder so ähnlich.
Also fuhren wir nach Marienberg, um dort bei der SG Sorgau aufzuschlagen – Station 2.

Im Schutz der Dunkelheit begann das Erzgebirge dann, seinem Ruf alle Ehre zu machen: Weihnachtliche Swippbögen allerorten; allerdings meist nur von einer Art, dafür in wirklich allen Fenstern die man fand. Scheinbar sollten sie die wenig vorhandene Straßenbeleuchtung relativieren – check! Eine kleine Nachstellung der Irrfahrten des letzten Auswärtsspiels später kamen wir dann pünktlich zum Punktspielstart in der Halle an. Dort erwarteten uns die Sorgauerinnen in spielerischer Unter-, aber kuscheltierischer Überzahl.

Das stimmte uns in puncto Punktemitnahme zuversichtlicher.

 Dass daraus nichts wurde, zeigt das Ergebnis. 

Bei den 5 Punkten konnte nur Marie einen eindeutigen Sieg erzielen.

Bei unseren zwei Gestraften half nur noch Zuspruch und @ Rolf: vielleicht hätten wir doch einen Stock für Kerstin gebraucht ;)
Die Moral von der Geschicht‘: 
Drei Spiele an einem Tag spiele man lieber nicht!

Jetzt aber zum wichtigsten Teil des Auswärtsspieltags:
Dem Essen der Rückfahrt.

 Denn obwohl die Kneipen- und Hotelfenster Marienbergs hell erleuchtet waren (natürlich Swippbögen) und Weihnachten sich ankündigte, fanden wir nirgends Einkehr.

Als wir kurz nach 9 das erste Mal nach Essen fragten, erzeugte das nur erstaunte Gesichter. Aber stand da nicht “bis 10 Uhr offene Küche”? Ein zweites erleuchtetes Restaurant fand sich, mit ebensowenig einladender Küche, aber einem herzlich einladenden Parkplatz.

Und einem noch herzlicheren Wohltäter aus den eigenen Reihen. Dieser bot uns seinen Stall- äh, Wagen und seine Kühlbox für ein gemeinschaftliches Autopicknick an.

So gesättigt, rollte Rolfs Wagen  mit bester Carpool Karaoke, Swippbogenzählung und lautem Lachen gen Heimat.

 

Fazit der Saison:
Leider sind wir wieder auf die Relegation gerutscht. Da werden wir aber ganz bestimmt nicht bleiben! Mit euch und spielerischer frischer Unterstützung auf unserer Seite freuen wir uns nach Weihnachten auf das von uns so oft bezeichnete „dicke Ende“. Mit schön runden Bäuchen werden wir bestimmt gut durch die Rückrunde rollen. ;)

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