Einfach zu Früh !!!

Geschrieben von Steffen Gaßmann am in 4. Herren

Das Spiel gegen die Reichenbacher Erste mussten wir wegen der älteren Herrschaften von der Prime Time auf morgens 10 Uhr verlegen. Die Reichenbacher nahmen die Herausforderung einfach an,aus welchen

Gründen auch immer . . .

Anstatt begeisterter Fans, guter Stimmung und mal neben den Top Six aus Leutzsch agieren zu dürfen, blieb zur frühen Vormittagszeit erwartungsgemäß die Halle gähnend leer. Auf die Feststellung, dass es schwer fällt, seinen Biorythmus zu dieser Zeit egal ob Sonntag oder wie jetzt Samstag in Gang zu bringen, brauchten wir auch nicht lange warten.

Aber auch das gesamte  Reichenbacher Team schien  dort etwas Probleme zu haben, denn die Doppel gingen unerwartet deutlich zu unseren Gunsten aus. Der erste Dreier der Saison bescherte uns also ein gutes Polster. Hartmut hatte nach dem zweiten Satz die Platte manipuliert, denn irgendwie klebte der Ball an der Oberfläche fest. Mit diesem Schachzug konnte er nach verlorenem Ersten und verschenktem Zweiten das Match gerade noch mit 15:13 in der Entscheidung drehen. In der Mitte ging es dann erwartet eng zu, denn im bisherigen Saisonverlauf konnten Uli Hätzsch und Jonny Liebers dort mit einer 12-Punkte-Serie aufwarten. Soweit mich mein Gedächtnis in die Vergangenheit tragen kann, war es mein erster Sieg im Entscheidenden gegen Uli Hätzsch. Jörg wollte in seinem Match alles machen, sich nur nicht an das vorgegebene Konzept halten. Hätte ich nicht als Schiri fungiert, wäre wohl die Auszeit schon im Ersten bei 6 futsch gewesen. Auch das dritte Fünfsatzspiel hintereinander lief aber dann doch zu unseren Gunsten. Tihon löste seine Aufgabe einfach nur souverän. Und Jens konnte auch noch nachlegen, nachdem er den Seit-Unterschnitt-Aufschlag von Berghahn einfach auf die Platte brachte.

Benno mühte sich auch nach 0:2 gegen Abwehr, kämpfte sich heran, um dann im Entscheidungssatz die Verlängerung zu bemühen, wo einfach der letzte Ball fehlte. Hartmut lag in vier Sätzen meist aussichtslos zurück, mogelte sich aber nach 0:2 zum Ausgleich und lag dann 9:5 uneinholbar vorn. Wahrscheinlich hat er dann darüber nachgedacht, dass zu viel Mogeln auch nicht immer gut ist. Dies sollten an dem Tag die letzten Punkte der Reichenbacher sein, denn die  restlichen Vier gingen alle an uns.

Am Samstag waren wir wahrscheinlich zur Anschlagzeit einfach das etwas munterere Team. So hatte ich aber noch genug Zeit und konnte Carsten und Rene beim Doppel in der Siebten bestaunen, das Spitzenspiel der Thüringenliga  zeitweise verfolgen und alte Kammellen aus der Rubrik „Wie ärgerte man damals Lehrer“ aufwärmen. Auch nicht schlecht !

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