Spannung, Spiel aber keine Schokolade

Geschrieben von André Riebau am in 15. Herren

powered_by_15

Am vergangenen Freitag war es endlich soweit: beim lang ersehnten Spitzenspiel des Tabellenersten Grünau 3 und des Tabellenzweiten, eurer heißgeliebten 15., sollte es nun endlich zum Kräftemessen kommen. Nachdem wir im letzten Spiel, wie es beim Skat so schön heißt, “ohne drei” (Rolf, Martin und Benjamin) auskommen mussten und die übrigen (Tobias, Stefan, Steffen H. aus der 16. und meiner einer) dafür von Böhlitz-Ehrenberg 2 auch prompt mit 5:10 die Quittung kassierten, wollten wir nun in Top-Besetzung die Überraschung gegen den Ligaprimus Grünau 3 in Angriff nehmen…

Mit der Top-Besetzung ist es allerdings so eine Sache, wenn der eine dabei schon mal den Termin verpennt (ich nenne keine Namen ^^). Es ist ihm jedoch zutiefst peinlich! Zum Glück besteht unsere Top-Besetzung nicht nur aus vier Leuten und so konnte Benjamin kurzfristig einspringen.

Vor atemberaubender Kulisse von handgezählten 14 Fans, was wohl durchaus Ligarekord sein könnte, darunter die Star-Coaches Jakob und Friedrich, sollten bereits in den Doppeln erste Punkte fällig sein! Mit den bisher im Doppel ungeschlagenen Lidki und Fiedler war für Benjamin und André mit 0:3 nichts zu holen, bei Rolf und Martin lief es jedoch wie geplant beim 3:0 gegen Wolf/Thierfelder und es ging mit einem vielversprechenden 1:1 in die Einzel.

Mit einem Leckerbissen von taktisch geprägtem Spiel hieß der Sieger aus der Begegnung André vs. Sportfreund Wolf nach einer gefühlten dreiviertel Stunde leider mit 3:2 Wolf. Die Sätze zogen sich dabei mehrfach in die Überlänge und beide Akteure boten publikumswirksames TT vom Feinsten! ;) Am Nebentisch liefen in der gleichen Zeit zwei Spiele durch. Benjamin zahlte an Sportfreund Lidki Lehrgeld, der seinerseits zusammen mit Sportfreund Kaube (Böhlitz-Ehrenberg 1) in diesem Jahr einen Chemie-Pokal im C-Turnier in Böhlen einstrich. Doch auch Lidkis Mitspieler Fiedler stand dem in kaum etwas nach und verpasste Martin trotz ohrenbetäubender Anfeuerung aus dem Ultras-Block mit 1:3 seine erste(!) Niederlage der Saison. Einen Trumpf hatten wir jedoch noch im Ärmel. Der gute Rolf machte die Partie gegen Kamerad Thierfelder mit 3:0 klar und verkürzte auf 2:4.

Es folgten die nächsten Kracher mit André gegen Sportfreund Lidki, welches genau wie bei Martin zuvor über 4 nervenaufreibende ar***-enge Sätze ging und abermals mit dem falschen Ergebnis von 1:3 für die Gäste endete. Daraufhin machte Benjamin Sportfreund Fiedler das Tischtennisleben schwer, ackerte sich über fünf Sätze mit diversen Verlängerungen, nur um erneut dem Gegner gratulieren zu müssen. Es war einfach verhext! Danach ging es erst einmal schnell. Rolf hatte Sportfreund Wolf nicht genug entgegen zu setzen und kassierte ein herbes 0:3, welches Martin im folgenden Spiel gegen Thierfelder bei umgedrehtem Ergebnis wieder ausbügeln konnte und uns auf den schon vorentscheidenden Gesamtzwischenstand von 3:7 brachte.

Im Grunde alles noch drin, doch unsere Gegner zeigten sich selbst vor dieser bundesligaähnlichen Zuschauerkulisse im Hexenkessel Fuchsbau weiterhin unbeeindruckt und spielten ihren Stiefel runter, dem als nächstes Benjamin gegen Kamerad Wolf mit 0:3 zum Opfer fiel. Nochmals angepeitsch von abertausenden jubelnder Fans auf den Rängen packte Martin erneut sein bestes TT aus und kämpfte sich in den letztmöglichen Satz gegen Sportfreund Lidki und … logisch … an diesem Abend sollte es einfach nicht sein. :( Zum Abschluss durfte sich auch Rolf noch vor seinem letzten Gegner Fiedler verneigen und das vermeintliche Spitzenspiel nahm mit einem deutlichen Endergebnis von 3:10 ein jähes Ende.

Die Voraussetzungen für eine Überraschung waren allesamt erfüllt: top motivierte Spieler, spitzen Coaches und eine wahnsinns Kulisse von TT-Hooligans, die den Gegner oftmals ins Schwitzen aber über den gesamten Abend nicht zu Fall brachten. Allein die Spielzeit von über zweieinhalb Stunden zeigt, dass dieses Spiel keineswegs so klar war, wie das Endergebnis von 3:10 vermuten lässt und noch behält eure heißgeliebte 15. mit Relegationsplatz drei den Kontakt zur Spitze.

Gratulation an unsere Gäste aus Grünau, nochmals vielen Dank an unseren hervorragenden Schriftführer, unsere Spitzen-Coaches, unsere Edel-Zuschauer Dirk und Alex aus der 13. und natürlich an die zahlreichen Fans, die ihre Bengalos nicht in der Halle zündeten. ;)

Trackback von deiner Website.

Kommentieren