Chile gegen den Rest der Welt

Geschrieben von Linda Renner am in 1. Herren

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Es war tatsächlich kein Witz, die Chilenen standen gestern Abend wirklich im Fuchsbau, und zeigten eindrucksvoll die südamerikanische Stärke…

Schon um alle teilnehmenden Nationen dieses Freitagabends darstellen zu können, benötigte es die gesamte Fuchsbaulänge und ein wenig Flaggenkunde. Die chilenische Nationalmannschaft steht ja auch nicht jeden Tag auf der Matte, da wurden starke Geschütze aufgefahren. Das ,,Leutzscher" Eurafrika-Team, bestehend aus Aly Walaa Hazaa, Omoniyi Adedotun, Falko Hille und Michal Slesar, wollten versuchen, den südamerikanischen Ballkünstlern Juan Papic, Bruno Levis, Felipe Olivares und Matias Contreras Paroli zu bieten. Wie sich das für ein Großereignis gehört, erklang die Gästenationalhymne, auf die 4(!!!) Hymnen der Gastgeber wurde wahrscheinlich aus Zeitgründen verzichtet ;) Hochmotiviert ging es dann also in die Doppel, doch Omo/Micha hatten außer einer ungenutzten 10:8-Führung gegen das Spitzendoppel Papic/Levis beim 0:3 nicht viel entgegenzusetzen. Bei Aly/Falko gestaltete sich das ganze etwas knapper, schade dass der erste Satz nach 10:6 noch 10:12 weggeht, sonst wäre vielleicht mehr als ein 1:3 drin gewesen. Auch im Einzel aber erstmal keine Erlösung, Linkshänder Levis macht kurzen Prozess mit Ali, und auch Omo muss gegen Penholder-Ass Papic mit 0:3 vom Tisch gehen. Falko verbuchte dann den ersten Einzelsatz gegen Contreras, doch die nächsten 3 sollten wieder dem Chilenen gehören, ebenso bei Micha gegen Olivares. Omo und Ali auch danach wieder mit mehr oder weniger Lehrstunden und auch Falko kam gegen Olivares nicht zum Satzgewinn. Jetzt musste El Presidente einschreiten: Auf der dauerhaften Suche nach dem richtigen Tisch-Schiri fiel die Wahl diesmal auf Marina, ein wahrer Glücksgriff :) Denn Micha kämpfte sich in sehr knappen Sätzen gegen Contreras in den Entscheidungsdurchgang, und gewann diesen dann stilsicher mit 11:9… Endlich ein Lichtblick am Horizont :) Falko kann dann immerhin Papic einen Satz abknöpfen, während Ali und Omo das untere Paarkreuz sicher mit 3:0 wegnehmen. Nun war es an Micha, das letzte Einzel gegen Levis zu bestreiten, mit Tisch-Schiri Klas sollte doch was drin sein ;) Und tatsächlich, durch gute Aufschläge und Riesenrückhänder schafft er es bis in den 5. Satz, dort wartet mit 7:11 aber doch kein Happy End… Am Ende 11:3 für die Jungs aus den Anden, der Landeswahlspruch wurde gut umgesetzt:" Por la Razón o la Fuerza" – ,,Durch Vernunft oder durch Stärke"… Oder vielleicht auch beides… :D Da bleibt nur zu sagen ´Felicidades´ und ´buena suerte´ für die Polish Open :)

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