Gejagt – halten wir dem Druck stand?

Geschrieben von Tho Do Thi am in 1. Damen, Damenmannschaften, Turniere

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(geschrieben von Anna Helbig)

Treffpunkt 09:45 Uhr. Das klingt nach reiner Traumvorstellung, aber dieses Wochenende wurde es für mich wahr. Es standen die Mitteldeutschen Meisterschaften der Damen und Herren in Riestedt auf dem Programm. Soraya und ich waren von der Partie und stellten auch gleich zu Anfang fest, in welcher komfortablen und andererseits bescheidenen Situation wir uns befanden. Nominell mit großem Abstand die Besten – ein Turnier, wo man nur verlieren kann. Mir wurde von meinen Mannschaftskameraden liebevoll mit auf den Weg gegeben „Verkack´s nicht.“ Es ging um nichts Geringeres als um die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften, die Soraya und ich uns natürlich sichern wollten.

Was uns im Endeffekt dann auch gelang. Beide Plätze aus der Region 8 (Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt) gehen nach Leutzsch.
Aber dazwischen lagen einige verzweifelte Gesten, resignierte Blicke und auch ein paar sehr, sehr geile Ballwechsel.

Am Samstag hatte Soraya noch unter der letzten Nacht zu leiden (Auslöser: wenig Schlaf und ein nettes Beisammensein bei Freunden) und schwächelte ein wenig, setze sich dann aber durch. Bei mir lief es am Samstag sehr gut und ich hoffte, dass ich Sonntag an die Leistung anknüpfen könnte.
Am Abend erfuhren wir, wie das Sangerhäuser Restaurantleben boomt. Wir wollten unseren Hunger nach einem langen Ranglistentag stillen. Doch egal wo wir anriefen, niemand hatte einen Tisch für uns. Die Riestedter Gastfreundschaft wurde uns an diesem Wochenende einmal mehr präsentiert, in dem wir zur Feier mit Buffet eingeladen wurden, was wir aus Vernunftsgründen ablehnten. Im Hotelrestaurant fanden wir jedoch Unterschlupf und auch was Gutes zu Essen. Soraya zeigte Ihre Fairness bei der Rechnungslegung und sagte unserer Kellnerin, was sie vergessen hatte abzurechnen. Vielleicht war es die Verbundenheit im Geiste, denn auch die Kellnerin hatte eine harte Nacht hinter sich mit viel Gin, wie sie uns erzählte.

Am Sonntag ging es 09:00 Uhr weiter mit der Jagd nach dem Titel.
Soraya mit neuer Kraft und 9 Stunden-Schlaf im Gepäck spielte frisch auf und setzte sich souverän durch. Heute schwächelte ich, obwohl ich mich ausnahmsweise mit Alkohol zurückgehalten hatte und strauchelte nicht nur, sondern fiel auch mal kurz. Vor dem „Finale“ gegen Soraya verlor ich ein Spiel. So wurde das „Finale“ des Ranglistenturniers noch einmal zum Krimi, zumindest für mich. Soraya war sich zu diesem Zeitpunkt sicher, dass sie ihr Ticket gelöst hatte. Somit konnte sie locker und ich aufgeregt ins Spiel starten.
„Es war ein echt schönes Spiel, was ihr beiden gespielt habt.“, sagte uns eine Spielerin in der Kabine danach. Auch von anderer Stelle kam Lob. Irgendwie klaute ich mir das Spiel mit 4:2 und mogelte mich durch einen verlorenen Satz weniger noch auf Platz eins, vor Soraya. Soraya hätte es voll verdient gehabt, sich auch diesen Meisterschaftspokal mit nach Hause zu nehmen.

Kai glänzte mit Anwesenheit, konnte seine Coachingfähigkeiten aber nur bedingt einsetzten. War aber eine tolle Begleitung. Zusätzlich unterstützten uns am Sonntag meine Eltern. Auch Sorayas Fanblock mit Jan, Karl :-D (oder Kasi) waren eine große Unterstützung mit geballter Tischtenniskompetenz und einer gewissen Ruhe, die die beiden ausstrahlen.

Summa-summarum: Wir haben die zwei Tickets für Berlin.
Außer Soraya und mir wird auch Tho bei den Deutschen Meisterschaften zu sehen sein. Tho hat sich durch Ihre starke Leistung beim TOP48 schon ihren Platz gesichert hat.
Huong bereitete sich auf zwei wichtige Prüfungen diese Woche vor, kann aber vielleicht durch ihre unglaublichen Leistungen in der letzten Zeit auch als Spielerin mitfahren.

(Übrigens die Deutschen Meisterschaften sind vom 02.-04.03. in Berlin.) 

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Kommentare (1)

  • PH

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    Die Damen der Leutzscher Füchse sind in Mitteldeutschland Spitze, wie bei den Herren Thüringen (Post Mühlhausen).
    Haben die Spiele am Sonntag miterleben können, eine kleine Bemerkung bei den Damenspielen: Abwehr (diesmal nicht dabei) aber diesmal Penholder macht den Damen zu schaffen. Was sie wirklich können zeigten die beiden: Soraya und Anna im Endspiel: dies war ein offenes, dynamisches variantenreiches TT, schade das wir dies nicht gefilmt haben. Hoffentlich wird es für DEM in Berlin ein vierblättriges Kleeblatt, das wären auch 2 tolle Doppelaufstellungen.
    Also Madels: viel Erfolg in Berlin, aber auch in der Bundesliga.
    PH

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