Nachbetrachtung 2008

Neuer Modus, neues Glück oder Auf die Damen kommt es an

Auch Traditionen brauchen hin und wieder frische Impulse und so überraschte der Leipziger Tischtennisverein "Leutzscher Füchse" die Szene bei seinem 17. Allianz - Cup mit dem Wechsel auf einen neuen, innovativen Modus.

 

Auf das separate Damenturnier, das in der Vergangenheit nie ganz aus dem Schatten der größeren Herrenkonkurrenz treten konnte, wurde verzichtet. Dafür wurde die 3-er Mannschaft kreiert, mit der spannenden Formel zwei Männer plus eine Frau, dazu ein gemischtes Doppel. Dieser erste gemeinsame Wettbewerb wurde von allen Teams hervorragend angenommen und ermöglichte durch taktische Varianten die erhofften spannenden Szenarien.

 

Auch die hohe Favoritenrolle der bundesligaerfahrenen Spieler vom eher männlich dominierten Ileburger TTC wurde so relativiert. Jens Kurkowski sicherte stets erst im Abschlußeinzel den kappen 3:2 Erfolg für seine Mannschaft. Auch im Finale blieb er gegen den überraschend stark aufspielenden Slowaken Tomas Slesar ungeschlagen und erhielt für seine Spiel - und Nervenstärke den Sonderpreis als bester Spieler. Die Freude über den neu gestifteten Wanderpokal konnte er mit Juliane Theiss und Vladislavs Agurianovs (Lettland) ausgelassen teilen. Das von vielen Zuschauern mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen Kurkowskis mit dem ebenfalls ungeschlagenen Ägypter Aly Walaa (startet im Herbst für den TTC Holzhausen in der Regionalliga) platzte im Halbfinale, weil der Leutzscher Oberligaspieler Christian Baier seiner Favoritenrolle gegen beide Kontrahenten vom Landesligisten aus Schwerz nicht gerecht werden konnte. So schafften die durch die Leipziger Regionalligaspielerinnen Anna Helbig und Linda Renner verstärkten Sachsen - Anhaltiner den Einzug ins Finale.

 

Als beste Spielerin wurde Alex Nickel vom Berliner TTC Neukölln ausgezeichnet, den Pokal als bestes Mixed empfingen Sandy Knobloch und Philipp Hoffmann vom TTC Holzhausen. Die 10-jährige Huong Do Tho Thi von den gastgebenden Leutzscher Füchsen freute sich über die Ehrung als jüngste Teilnehmerin. Sichtlich zufrieden mit dem Verlauf blickte Turnierleiter Steffen Gassmann in die Zukunft des Turnieres: "Coole Sache, darauf können wir weiter aufbauen."

 

chgeorg