Chronik

Der Leipziger Tischtennisverein Leutzscher Füchse 1990 e.V. wurde im Jahr 1990 als Nachfolger der Tischtennisabteilung der BSG Chemie Leipzig gegründet. Die Füchse waren damit der erste eigenständige reine Tischtennisverein Leipzigs.

Bis zum Jahr 1997 gab es nur Herrenmannschaften. 1997 folgte die erste Damenmannschaft, die in der untersten Spielklasse an den Start ging. Im darauf folgenden Jahr 1998 wurde die Nachwuchsarbeit intensiviert. Erste leistungssportliche Ansätze entstanden, die sich in den folgenden Jahren bis heute zu einem vielschichtigen Leistungssport- und Medienkonzept weiterentwickelt haben. Dabei wurde aus der Not der jahrelangen leistungssportlichen Isolation im Tischtennis zu DDR-Zeiten eine innovative Tugend gemacht.

Große Kreativität und besondere Aktivitäten waren gefragt, um den großen Abstand zu den alten Bundesländern aber teilweise auch im internen Vergleich der neuen Bundesländer aufzuholen. Viele auffällige, für einige auch etwas verrückt anmutende Ideen wurden dabei erfolgreich entwickelt und umgesetzt. Eine rasante Entwicklung nahm in der folgenden Dekade bis heute ihren Lauf.

 

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Jahre 2002-2007

Die Füchse auf der Erfolgsspur

Ieva Juceviciute

Der Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Oberliga im Jahre 2003 und
der 1. Damenmannschaft in die Verbandsliga im Jahr 2002 waren bereits ein großer Erfolg.

Doch das Jahr 2007 wird vom überraschenden Aufstieg der ersten Damenmannschaft in die Regionalliga Süd bestimmt. Bis zu 250 Zuschauerdrängen sich bei dem Sachsenderby gegen Rapid Chemnitz in den Leutzscher Fuchsbau und auch das Interesse der Medien am regionalen Erfolg steigt. Verstärkt wurden zu Beginn die Leutzscher Damen um Linda Renner, Anna-Marie Helbig, Huong Do Thi und Maria Reichenbacher durch den australischen Export Ann Marie Jolie (Nationalkader Australien) und der gebürtigen Ukrainerin Valya Chan sowie der Literauerin Ieva Juceviciute. Die Fähen (weibliche Füchse) entwickeln sich zu einer der Top-Mannschaften der Regionalliga und kommen einem weiteren Aufstieg Jahr für Jahr näher.

Die damals 12-jährige Huong Do Thi wird in den erweiterten Nationalkader des Deutschen Tischtennisbundes (DTTB) berufen und auch ihre kleine Schwester Do Tho Thi eifert ihr bereits sehr erfolgreich nach.

Weitere Erfolge sind der Gewinn der Deutschen Pokalmeisterschaft auf Verbandsebene der Damen (Leutzscher Füchse II, Thyrolf, Hoffmann, Grabner, Helbig) sowie erfolgreiche Teilnahmen an Landesmeisterschaften und den Deutschen Meisterschaften (Linda Renner, Anna-Marie Helbig).

Auch die international besetzte erste Herrenmannschaft hält sich wacker in der Oberliga Süd und kann trotz vermehrter personeller Engpässe das Mittelfeld halten.

Gute Nachwuchsarbeit, Vereinsmeisterschaften und außerspielerische Aktivitäten prägen einen großen Zusammenhalt eines Vereins, der in dieser Zeit etwa 130 Mitglieder zählt.

Nähere Informationen zu den detaillierten Erfolgen erhaltet Ihr unter dem Menüpunkt "Erfolge".

Jahr 1993

Die Füchsen wachsen nicht nur sportlich

Zeitungsartikel 1993

Schon wird der Platz knapp: in der ersten Stadtliga prallen zum ersten Mal zwei Leutzscher Mannschaften aufeinander. Auch das Vereinsleben abseits des TT-Tisches spielt schon traditionell eine große Rolle. Der Kreis der Gäste in Leutzsch erweitert sich kontinuierlich: In diesem Jahr kommen 30 Liter Wein für mehrere Aufstiegsfeiern vom TUS Teningen aus Baden.

Doch noch gibt es Steigerungspotential. Claudia Kupfer ist noch immer der "einzige weibliche Fuchs im Bau".

Jahr 1991

Der Verein fasst neu Fuß

Das Jahr 1991/92 wurde die bisher erfolgreichste und prägendste Saison. 

Die 1. Mannschaft wurde Vierter in der Landesliga Sachsen, der Zweiten glückte der Aufstieg in die 1. Bezirksliga, die beiden Kreisklasseteams bestimmten die Spitze Schrittweise zog der gesamte Spielbetrieb in dieTurnhalle der 172. Oberschule um. 

Es gab sieben Herrenmannschaften-und zwei Jugendmannschaften, was sich in der Entwicklung bis heute zu 12 Herren-, 3 Damen- und 3 Jugendmannschaften aufbaute. Eine neue große Tradition, der Vereinte Cup (heutiger Allianz-Cup) etablierte sich und Leutzsch entwickelte sich zu einem der größten TT-Vereine Sachsens.

1990 - Gründung des LTTV

Das Original-Logo aus dem Gründungsjahr

Wie Phönix aus der Asche - Die Leutzscher Füchse

Krisengeschüttelt gingen die Chemiker den Sommer 1990 an. Die "Muttergemeinschaft" Chemie kümmerte sich ausschließlich um die Fußballer.

So wurde zunächst der FC "Grün Weiß" Leipzig gegründet, der später mit den Fußballern aus Böhlen zum FC Sachsen Leipzig fusionierte.  Wichtig waren in dieser Zeit Kontakte zu Tischtennisspielern aus den alten Bundesländern, vor allem zu TUS Bothfeld, 04 Hannover und TUS.

Im Juli 1990 entschieden sich die Ex-Chemiker zum Neuanfang. Auf den Grundsteinen einer 37-jährigen Tradition entstand einer der ersten selbstständigen Tischtennisvereine dieser Region.  Es entstand der Name "Leutzscher-Füchse".

Jahr 1989

Die Krönung - Aufstieg in die erste DDR-Liga

Krönender Höhepunkt war 1989 der Aufstieg zur 1. DDR-Liga mit der Besetzung Richter, "Profi", Hentschel, Baghorn, Zabel und Dr. Seidel.

Die 2. Mannschaft dominierte mit Casper, Suchla, Kuhn, Bahlecke, Speiser, Schneider und Dr. Fahrenholz die 2. Bezirksliga. Die Turbulenzen des Wendeherbstes hinterließen ihre Spuren und wichtige Spieler gingen westwärts

Die 1. Mannschaft musste zurückgezogen werden und nach der Saison fiel auch die Zweite auseinander.

Jahr 1982

Das Prinzip Leistung

Nach vielen Jahren spielte 1982/83 auch eine Jugendmannschaft (Beinicke, Jahr, Klas) wieder erfolgreich im Bezirk. 

Die Wende zum Leistungsprinzip vollbrachte vor allem Ralf Casper. Festgefahrene Strukturen kamen in Bewegung. Spieler anderer Gemeinschaften, wie Schneider und Dr. Fahrenholz (Armaturen), später Dr. Seidel und Zabel (Borsdorf), Kuhn (Zittau) und Gaßmann (Bleicherode) verstärkten die oberen Mannschaften.

Jahr 1970

Werner Scheffel im Fokus

Er bestimmte das Bild der Sektion der ersten zwanzig Jahre wie kein Anderer - Werner Scheffel.

Jahr 1967

Der Verein wächst

Nach Jahren des Achterbahnfahrens gelang es Chemie 1967/68 zum ersten Mal den Bezirksmeistertitel zu erlangen. Inzwischen gab es fünf Männermannschaften und mit der Rückkehr von DDR-Ligaspieler Frank Profeld kam es zu einem weiteren Leistungsschub.

Nach dem Tode Werner Schefflers standen die Chemiker vor einem schwierigen Erbe, nun war die Verantwortung aller Mitglieder gefragt.

Die Leitung wechselte über Bernd Suchla zum Wahl-Leutzscher Ralf Casper, der den Leutzschern über 20 Jahre vorsteht. Die 1. Mannschaft wurde mehrmals Bezirksmeister und stieg in die DDR-Liga auf.

Jahr 1960

1. Herren holt 1960 den Kreismeistertitel und steigt auf

Mit dem Kreismeistertitel der 2. Kreisklasse begann 1960 der Aufstieg der 1. Herrenmannschaft. Schon im Jahre 1963 folgte der Aufstieg in das Oberhaus des Bezirkes(1.Bezirksliga).

Auch die gute Nachwuchsarbeit trug Früchte, Hartmut Baghorn brachte es bis zum DDR-Vizejugendmeister und spielte in der Jugendnationalmannschaft.

Kein Leutzscher erreichte bis jetzt ähnliches.

Den Zusammenhalt der Spieler kennzeichnete auch die traditionelle Sektionsmeisterschaft, lange Jahre als Jürgen-Radtke - Pokal ausgertragen, in Ehrung eines 1960 tödlich verunglückte Kameraden Tischtennisspieler wie Rößner, Hasso Bahlecke und Bernd Speiser trugen sich mehrfach als Sieger ein.

Jahr 1956

Die Jugend der BSG ist Spitze in der Messestadt

Bereits 1956 zählte die Jugend des BSG Chemie zu den Besten der Messestadt Leipzig
Einer der ehemaligen Jugendspieler, Wieland Rößler ist heute noch bei den Füchsen Spieler in  der 2. Kreisliga und das nicht ohne Erfolg. Er ist somit unser ältestes Mitglied und ein Meilenstein der Leutzscher Vereinsgeschichte.

Jahr 1953

Gründung der TT-Abteilung BSG Chemie

BSG "Chemie" Leipzig

Herausgegangen aus einer reichen Tradition schwingen die Leutzscher schon seit 1953 die Kelle, wobei die Chemiebetriebe Leutzsch, Rückmarsdorf und Mölkau in diesem Jahr zusammengelgt wurden und unter der Leitung von Urvater Werner Scheffler die Sektion Tischtennis der BSG Chemie gegründet wurde. 

Der damalige Spielort war die 57. Oberschule am Rathaus Leutzsch.