Niederlage verkommt bei Renners Abschied zur Nebensache

Geschrieben von Christian Heck am in 1. Damen, Allgemein, Damenmannschaften, Infos

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Die Leutzscher Fuchse haben am Samstagabend in der Damen-Tischtennis-Bundesliga gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim verloren. In der Sporthalle Leplaystrase setzte es für die Messestädterinnen im letzten Heimspiel der Saison eine 0:6-Niederlage. Im Mittelpunkt des Abends stand dabei eine Spielerin, die gar nicht aktiv ins sportliche Geschehen eingriff.

An diesen Anblick wird man sich erst gewöhnen müssen. Linda Renner in einem Tischtennistrikot, das nicht das Vereinswappen der Leutzscher Füchse auf der Brust trägt. Die Landestrainerin von Sachsen-Anhalt verlässt nach vielen Jahren und unzähligen Erfolgen die Leipziger und schließt sich zur neuen Saison Verbandsligist Alemania Riestedt an. Vor der Partie gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim dankten Vereinskollegen und Weggefährten Renner per Video für die vergangene Zeit. Ein emotionaler Abschied, der nicht nur Renner sichtlich nahe ging.

Tischtennis gespielt wurde aber auch noch. Dabei ergab sich für die 110 Zuschauer im Fuchsbau der von vielen zuvor prognostizierte Spielverlauf. Bingen wurde seiner Favoritenrolle gerecht und feierte einen nie gefährdeten Auswärtssieg. Dennoch: So nah wie diesmal waren die Messestädterinnen noch nie an einem Ehrenpunkt gegen die Pfälzer. Zum einen konnte Kathrin Mühlbach eine 2.1-Satzführung gegen Hana Matelova nicht über die Ziellinie bringen. „In engen Situationen war Katrin zu sehr auf Sicherheit bedacht, da hätte sie mehr riskieren müssen“, bewertete LTTV-Trainer Wienholz den Auftritt der Leipziger Spitzenspielerin. Zum anderen ereilte auch Andrea Püschel nach einem zwischenzeitlichen 2:1 noch eine Fünf-Satz-Niederlage. Im Gegensatz zu Mühlbach trauerte bei Püschel, die normalerweise für die 2. Damenmannschaft der Leutzscher in der Regionalliga spielt, keiner dem verpassten Sieg hinterher. Allein die zwei gewonnen Sätze waren schon eine faustdicke Überraschung. „Ehrlich gesagt habe ich mit einer klaren 0:3-Niederlage gerechnet, aber meine unkonventionelle Spielweise scheint Chechova aus dem Konzept gebracht zu haben“, resümierte Püschel nach ihrem ersten Bundesligaspiel mit einem Augenzwinkern. Am kommenden Sonntag endet für die Leutzscher Füchse die Saison 2015/16. Dann treten die Sachsen beim Tabellenzweiten SV DJK Kolbermoor an.

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Kommentare (2)

  • Peter

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    Das ist ein mörderischer Verlust für den Verein, nachdem Du quasi von Beginn an die märchenhafte sportliche Entwicklung maßgeblich mitgeschrieben hast.
    Mir fällt da gleich dieser Spruch dazu ein, den ich als Fuchs zu Dir sagen würde:
    “Wir sind so lang gegangen, durch Glück und auch durch Leid.
    Was wir auch angefangen, wir waren stets zu zweit.
    Nun bist du fort gegangen, zurück bleib’ ich allein,
    jedoch in meinem Herzen wirst Du stets bei mir sein.”
    Okay, gottlob bist Du ja nicht gestorben, im Gegenteil, Du hast ein wundervolles Kind geboren und einen super Mann an Deiner Seite.
    Außerdem sind die Sportfreunde von Alemania Riestedt mit das Beste, was es außerhalb des Fuchsbaues gibt und Du wirst dort alle denkbare Unterstützung erhalten.
    Ich sage sogar, Dein Schritt war richtig, denn man muss im Leben auch mal etwas Neues probieren und noch höher hinaus als 1.Bundesliga, geht es auch nicht. Du hast bereits alles erreicht, liebe Linda.
    Aber: Du fehlst ganz sicher. Der Verein wird ohne Dich nicht mehr das sein, was er mal war.
    Dir und Deiner ganzen wunderbaren Familie wünsche ich alles erdenklich Gute für die Zukunft !
    Wer weiß, vielleicht stehst Du eines Tages mal wieder der Kathrin am Tisch gegenüber, wie damals vor über zehn Jahren in Döbeln – und vielleicht muss sie Dir dann abermals zum Sieg gratulieren…

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