Knapper Sieg für Bad Driburg

Geschrieben von MS am in 1. Damen, Allgemein, Damenmannschaften, Mannschaften

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von Martina Emmert

Die Reisestrapazen prallten bei Kathrin Mühlbach vom LTTV Leutzscher Füchse 1990 ab, im Gegenteil der Nummer eins ging auf dem Weg zum TuS Bad Driburg, wie erhofft, ein Licht auf. Die- 24-Jährige trumpfte gegen Shi Qi rasant auf. Die Chinesin wusste beim 5:11, 10:12, 3:11 nicht wie ihr geschah. Ein Punkt von dem die Messestädterinnen nicht zu träumen gewagt hatten, doch Mühlbach bewies schon im Doppel an der Seite von Marina Shavyrina ihre gute Spiellaune. „Das 1:1 war sicher normal. Dass wir am Ende nach guten Spielen wieder einmal mit leeren Händen dastanden, nervt schon langsam. Gegen Shi Qi haben mich Kathrin und Marina Lügen gestraft, sie spielten riesige Bälle. Allerdings präsentierte sich die Asiatin auch nicht so stark wie sonst“, kommentierte LTTV-Trainer Kai Wienholz.

Die Kurstädterinnen sahen sich also erst einmal einem 2:2 gegenüber, denn den Gegenpol bildete Nina Mittelham. Nach drei engen Abschnitten brach gegen Shavyrina zum 11:4 der Damm. Einen Achtungserfolg landete die Russin mit dem 11:9 im dritten Durchgang. Und auch im Doppel steuerte die TuS-Spitzenspielerin zusammen mit Shi einen glatten Sieg gegen das Geschwister-Duo Huong und Huong Tho Do Thi bei.

Die Favoritenrolle sichteten die heimischen Fans auch im hinteren Paarkreuz nicht. Die luxemburgische Nationalspielerin Sarah DeNutte wurde ihrem Staus zwar gegen Youngster Huong Tho Do Thi gerecht, aber Katharina Michajlova musste ihrer langen Verletzungspause beim 11:5, 8:11, 10:12, 11:13 gegen Huong Do Thi Tribut zollen. Im dritten Abschnitt holte Michajlova ein 2:7 auf, lag sogar 10:8 in Front. Auch im vierten Satz wechselten die Führungen von einem 7:5, 8:9 zum 10:9 sowie 11:10. „Die Leistung von Huong gegen Michajlova war schon sehr gut, denn von einem noch möglichen Handicap war bei ihrer Gegnerin nichts zu spüren“, so Wienholz.

Ein spannungsgeladenes und in der Schlussphase dramatisches Topspiel begeisterte die Zuschauer zwischen Mittelham und Mühlbach. Die Leipzigerin hätte beim 10:9 im fünften Satz für die Sensation sorgen können, aber ihre Kontrahentin meisterte die kritische Situation brillant. Mit einem 12:10 vereitelte Mittelham insgesamt das Debakel, denn Shi bestätigte mit einem 1:3 gegen Shavyrina ihren rabenschwarzen Tag. Das 4:4 entsprach bis zu diesem Zeitpunkt absolut dem ausgeglichenen Leistungsniveau. „Es gibt ein paar Sachen, die Nina gut kann und ein paar, die sie eben noch nicht so gut beherrscht. Kathrin hatte Nina sicher im Griff. Im vierten Satz unterliefen ihr jedoch eine Reihe leichter Fehler. Das war ärgerlich und unnötig. Dadurch baute Kathrin Nina wieder auf, und sie gab das Match aus der Hand“, erläuterte Wienholz.

Letztendlich zogen die Kurstädterinnen dann doch noch souverän den Kopf aus der Schlinge, denn DeNutte und Michajlova gaben keinen Satz mehr preis. Der Sieg löste Erleichterung bei Manager Franz-Josef Lingens aus, der sich über das nachträgliche Geburtstagsgeschenk freute. „Huong Tho ist kein Vorwurf zu machen, ihre Kontrahentinnen waren besser. Aber Huong machte es Sarah zu einfach. Wir bewiesen mal wieder unsere Konkurrenzfähigkeit, hätten aber natürlich gern einen Punkt mitgenommen“, sagte Wienholz.

„Wir sind heilfroh, zweimal 6:4 zum Saisonauftakt. Katharina kämpft schon noch mit Einschränkungen, denn sie kann keinen Vorhandtopspin ziehen. Sie bekommt den Arm nicht hoch. Dadurch ließ sich auch ihre Niederlage gegen Huong Do Thi erklären. Bei Nina gegen Kathrin stand das Spiel auf der Kippe, aber wir wussten ja, dass unsere Gäste oben gut besetzt sind. Beim 9:8 im fünften Satz kassierte Nina zwei Netzbälle. Doch sie blieb cool, kannte kein Pardon und zog die nächsten drei Bälle voll durch. Dafür agierte Qi heute grottenschlecht. Sie konnte es selbst nicht fassen. Und die Doppel hätten wir uns anders herum gewünscht, denn so war das 1:1 klar. Sarah überzeugte erfreulicherweise auch auf ganzer Linie, und deshalb sind wir sehr zufrieden“, fiel das Fazit bei Lingens positiv aus.

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