Hammer-Pfingsten und butterweicher Herminator-Wahnsinn

Geschrieben von Götz Morgenstern am in 12. Herren, Allgemein, Turniere

Turnier

Genau ein Jahr nach dem triumphalen Erfolg von Götz und Andreas von den 12er Füchsen beim Pfingsturnier des TT-Kreisverband Uelzen  (es wurde an dieser Stelle ausführlich berichtet) machten sich beide wieder auf die lange Reise in den Norden. Dabei spielten 2 B&Ws eine wichtige Rolle, Bad Bevensen und Butterweich… doch lest selbst nach dem nächsten Klick…

Man fuhr als Titelverteidiger sowohl im Einzel (Götz) als auch im Doppel zum Herren VI Turnier, diesmal ein 1400er QTTR-Turnier oder offen bis 1. Stadtliga, also waren Götz und Andreas wieder dabei. Beide frisch gekürt, Andreas als Tegel-Open Winner, Götz als Spieler des Jahres beim LTTV… Also stand  mindestens eine Titelverteidigung auf dem Programm…

Bei schönstem Pfingstwetter ging es die 300km auf die Piste, im Auto gab es für Götz erstmal ein Brainwashing mit dem Zauberwort “Butterweich butterweich….”

In Bad Bevensen angekommen, erstmal die Enttäuschung ob des wieder fehlenden Grills, eigentlich ein Muß bei allen TT-Turnieren, doch dann eine Überraschung in Gestalt von Guido Erxleben aus Schorstedt, dank Kais unermüdlichem Einsatz schon fast ein halber Fuchs…

35 Aktive spielten dann in 9 Gruppen die Gruppenersten aus. Götz erwischte die einzige Dreiergruppe, wieder und auch wieder mit dem jungen D. Beyer wie im letzten Jahr, nach hartem Kampf aber dann sicher Gruppenerster. Andreas ließ bis auf zwei Sätze nichts anbrennen und sicherte auch seinen Gruppensieg. Guido überraschte mal wieder alle und brauchte nach 2 sicheren 3:0 Siegen im letzten Spiel nur einen einzigen Satz, den er trotz Niederlage holte und auch als Gruppenerster in die Endrunde einzog.

Leider hatte der Veranstalter den Ablauf so geplant, daß gegen 15 Uhr sage und schreibe noch 6 Wettbewerbe parallel stattfanden, so daß es sich alles trotz 20 Platten sehr zäh hinzog und lange Pausen entstanden.

Doch schließlich waren alle Gruppenspiele beendet und der Doppelwettbewerb begann. Das Achtelfinale war eine einfache Angelegenheit, doch im Viertelfinale war für Guido mit seinem Partner (Gruppengegner von Andreas im letzten Jahr) bereits Endstation. Götz und Andreas setzten sich gegen ihre Gegner sicher 3:0 durch und man stand im Halbfinale auf halben Weg zur Titelverteidigung.

Dann ging es im Einzel weiter, die Auslosung der KO-Runde war schon mal der Hammer, Götz, Andreas und Guido alle in der oberen Hälfte, und Andreas hatte es nach Freilos bereits im Achtelfinale mit Guido zu tun. Das erste Einzel der beiden gegeneinander, Guido konnte Andreas gleich im 1. Satz überraschen, doch dann drehte der Herminator den Spieß um und warf Guido mit 3:1 aus dem Turnier. Götz hatte es mit einem sehr starken Gegner zu tun, welcher bereits im Doppelachtelfinale gegen die beiden Füchse brillierte.

Doch Götz kämpfte sich trotz andauernder Verletzung zu einer 2:0 Führung, wie bereits im letzten Jahr hatte sich seine Ballonabwehr sehr bewährt und brachte die wichtigen Punkte und den Frust für den Gegner. Nach einem Hänger im 3. Satz in der Verlängerung brachte Götz dann aber mit Kampf das 3:1 nach Hause. Beide Füchse standen nun wie im letzten Jahr wieder im Viertelfinale.

Doch die Zeiten ändern sich, während für Andreas letztes Jahr hier Endstation war, erwischte es dieses Jahr Götz, der zwar trotz Verletzung gut spielte, aber mit extrem schlechtem Return auf die Aufschläge des Gegners zu wenig Punkte machte und auch der nun auf der anderen Seite des Tisches gespielte Ballonabwehr zu wenig Druck entgegenbrachte. Dafür zeigte sich Andreas erneut in Topform und schalte in seinem Viertelfinale eine unangenehme Noppe aus.

Damit hatten sich die Leutzscher Recken schonmal 2 dritte Plätze gesichert, doch ein richtiger Fuchs will natürlich mehr, die Trauben hängen eben ganz oben, dort wo beide schon einmal standen.

Andreas mußte gleich wieder zum Halbfinale im Einzel ran, statt Götz (was letztlich vielleicht ganz gut war daß sich die beiden Füchse nicht gegenseitig das Fell gerben…) wartete eine Bestrafungsaufgabe, die Andreas meisterlich mit 3:0 gandenlos durchzug. FINALE !!!!

Weiter ging es mit dem Doppelhalbfinale. Dort gab es ein sehr schweres Match gegen eine Noppe aus Andreas Gruppe vom letzten Jahr. Der erste Satz ging gleich mit 7 weg, doch dann zeigte das erfolgreiche Brainwashing von Andreas Wirkung, Götz hatte sich von seiner Einzelniederlage gut erholte und zirkelte den einen und anderen butterweichen Topspin auf den Tisch, das Erfolgsrezept im Doppel und Götz und Andreas holten dank guter Kommunikation nun Sätze 2 und 3 nach Hause. Da der  Noppenspieler oft drehte, und dann extrem gefährliche Rückhandflips auspackte, ging der 4. Satz nochmal weg aber dann gab es im 5. und entscheidenden Satz gleich eine konzentrierte 5:1 Führung,  und die ließen sich die Leutzscher nicht mehr nehmen, FINALE !!!!!

Nun waren beide Füchse wieder im Turnierfinale. Andreas schon tüchtig fertig, doch der Doppelsieg war beiden sehr wichtig, so entsprach der Veranstalter freundlicherweise der Bitte, zuerst das Doppelfinale zu spielen, immerhin war es auch schon wieder halb elf. Und wieder wartete eine Noppe im Finale, aber deutlich ungefährlicher als im Halbfinale, auch deren Partner war weitaus weniger agressiv, also hieß es jeden Ball einfach butterweich auf den Tisch und nach einem ungefährdeten 3:0 lagen sich Götz und Andreas glücklich in den Armen, Mission Titelverteidigung Doppel war grandios erfüllt !!!!

Andreas kämpfte mit seinem Körper, ein Krampf im Bein konnte gerade noch verhindert werden, eigentlich wollte er nach dem Doppelsieg nicht mehr richtig an sein Einzelfinale. Dort wartete ein junger Abwehrspieler mit Langnoppe, eigentlich hatte Andreas dafür nach 9 Stunden und 10 Matches keine Körner mehr, doch da biß er bei Megacoach Götz auf Granit. Jetzt sollte auch der 2. Titel her, quäl DICH !!!!

Im ersten Satz sah es dann auch leider nach einem schnellen Ende für Andreas aus, mit dem linken Bein ging fast gar nichts mehr. Doch fanatisch klatschte Götz Andreas zu jedem Punkt und dieser vollbrachte kurz vor Mitternacht seine zweite Heldentat innerhalb eine Woche, mit Geduld wurde in jeden schnellen Aufschlag der Noppe reingehackt, jeder Ball zurück auf den Tisch, und dann auch 3-4 butterweiche Topspins am Stück sowohl mit Vorhand als auch mit der Rückhand hoch und tief auf den Tisch… die Fehlerquote der Noppe erhöhte sich, zumal eine tödliche Vorhand fehlte, also hieß es für den Herminator geduldigst auf die eigene Chance warten und dann lief auch immer mehr Andreas sein knallharter Schuß durch. Eine taktisch, technisch und mentale Meisterleistung !!!

Satz 2, Satz 3 für Andreas, da geht doch irgendwie noch was, auch stehend K.O.

Im 4. Satz feuerte Götz Andreas dann schon fast frenetisch an, peitschte ihn von Punkt zu Punkt, jede zulässige Handtuchpause wurde ausgiebig zur Erholung und Konzentration genutzt, die häßlichen Kanten- und Netzbälle weggeschluckt, dann bei 6:8 Fehlaufschlag der Noppe, nun war das große Ziel zum Greifen nahe… und schließlich war mit dem letzten Punkt die Mission nach Megajubelschrei von Götz erfüllt:
BEIDE Titel wurden verteidigt und die Turniersiege wurden erneut ins weit entfernte Leutzschland geholt. Andreas war völlig fertig und Götz völlig aus dem Häuschen….
Und was wieder sehr bemerkenswert ist, daß Andreas weder bei seinem Sieg in Berlin noch in Bad Bevensen im Einzel je in den 5. Satz mußte, alles wurde mit 3:0 oder 3:1 gewonnen, eine wirklich starke Leistung des Herminators !!

Leider gab es für die Erwachsenen keinen Pokal und auch keine Medaillien im Doppel wie im letzten Jahr, das war schon sehr enttäuschend, aber ein schönes Siegerfoto wurde es trotzdem.

Triumph_Gross

Durch dunkle Nacht,  leere Straßen und blitzerverseuchtes Minenfeld um Uelzen  ging es zurück nach Leipzig, an der Autobahnraststätte spendierte Götz dem glorreichen Herminator ein Eis und kurz vor Vier war man wieder in Leipzig, dort schafften es dann unsere Freunde in Uniform nach 300km Fahrt exakt 200m vor Andreas seinem Zuhause eine allgemeine Verkehrskontrolle und freiwilligen Alkoholtest durchzuführen, unglaublich.

Ein megageiler Ausflug in den Norden fand wieder ein für Götz und Andreas unvergeßliches Ende.

 

 

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