Dank Fangesänge und Klatschstangen: 17. Herren sind die Unentschieden-Sieger

Geschrieben von lars.wittchen am in Allgemein

20150327 Heimspiel Leutzsch 17 gegen Wiederitzsch

Sich einmal wie ein Profi fühlen. Für viele Hobby-Tischtennisspieler ist es ein Traum. Die Spieler der 17. Herren haben ihn erlebt. Die Teilnehmer des internationalen Jugendcamps folgten am Freitagabend einer Einladung von Susann Wenzel. Sie feuerten das 17. Herrenteam der Füchse in der 2. Stadtklasse (2. Staffel) lautstark mit Fußballgesängen und Klatschstangen an.

Gemeinsam hatten die Kinder- und Jugendlichen aus Südamerika immer montags mit den Teilnehmern des Behindertenprojekts trainiert. Auf einer kurzfristig organisierten Abschiedsparty im Sportforum lud Initiatorin Susann Wenzel die Kids zum Heimspiel der 17. Herrenmannschaft gegen den SV Eintracht Wiederitzsch ein. Die Kinder und Jugendlichen folgten der Einladung und brachten zur Überraschung der 17. Mannschaft auch Klatschstangen mit. Kein schlechter Schachzug von Wenzel und den Kids: Denn gegen Wiederitzsch hieß es für die 17. mit aller Macht Platz vier in der Tabelle zu verteidigen. Das Hinspiel ging ohne Wenzel mit 3:10 verloren.

Südamerikanische Unterstützung für die 17.

Südamerikanische Unterstützung für die 17.

Vielleicht etwas beeindruckt von der Lautstärke war von der Doppelstärke nichts zusehen. Wenzel und Hartmut Zahn verloren klar in drei Sätzen. Jens Hofmann und Lars Wittchen mühten sich redlich, führten im 5. Satz mit 10:8. „Schneller gerade Aufschlag“, sagte Hofmann den Aufschlag an. Wittchen erwiderte: „Das wollte ich gerade auch sagen.“ Beide waren sich einig, nur der Ball wollte nicht auf den Tisch. Die Reaktion auf den Fehlaufschlag: gemeinsames Lachen. Die Zockerjungs verdaddelten den Sieg. Das 0:2 schmerzte, denn noch nie holte die 17. Herrenschaft nach Rückstand aus den Doppeln einen Punkt.

W & W nicht zu stoppen

Die Last lag nun auf den beiden Spitzenspielern Wenzel und Wittchen. Jeweils vier Einzelsiege mussten her. Das gelang beiden gleichzeitig noch nie. „Ich bin unglaublich stolz auf Susi (Wenzel). Sie hatte bisher immer ein Spiel, das sie unnötig abgab. Dieses Mal biss sie sich auch dank der Unterstützung von Jorge Palma, Jens Hofmann und sogar Mary Uhlig durch“. In jeweils zwei Einzeln mussten Wenzel und Wittchen in den Entscheidungssatz. Stets verließen sie als Sieger den Tisch. „Die Vorentscheidung in meinen beiden fünften Sätzen waren Punktgewinne durch meinen Aufschlag. Das bin ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gewohnt“, meinte Wittchen. Die Spitzenspieler holten acht Einzelerfolge. Doch für einen Punktgewinn wurde Unterstützung benötigt.

20150327 Heimspiel Leutzsch 17 gegen Wiederitzsch (3)

Hofmann (r.) spielte fuchsstark

11. Herren staunen über Hofmann

Hofmann und Zahn hatten im Hinspiel nicht den Hauch einer Chance. Ganze zwei Sätze gewannen beide zusammen in sechs Einzeln. Im Rückspiel sah es deutlich besser aus. „Was Jens (Hofmann) heute gespielt hat, habe ich von ihm noch nicht gesehen“, schwärmte Wittchen und fügte an. „Da waren aufeinanderfolgende Schmetterbälle und Vorhandtopspins, die für Jens unglaublich riskant sind und zu denen er aber gezwungen wurde. Alles landete auf dem Tisch des Gegners. Selbst die 11. Herren, die bis zum Ende unseres Spiels blieben, staunten mit offenen Mündern.“ In seinem zweiten Einzel verbuchte Hofmann bereits den ersten Erfolg gegen einen Spieler aus Wiederitzsch. Das 3:1 von Hofmann gegen Bernd Schultz gab den 17. Herren früh neuen Mut und Hoffnung auf ein Unentschieden. Neun Spielgewinne hatten die Füchse jetzt. Schluss war aber noch nicht.

Verpasste Chancen

Ein Fünf-Satz-Match hatte Hofmann zusätzlich noch verloren. Im letzten Einzel rollte er mit einem 11:3 in den Entscheidungssatz. Für den großen Triumph reichte es nicht. Der fünfte Satz ging mit 6:11 an Rudolf Krabbes. Zuvor hatte Hartmut Zahn eine 2:0-Führung in den Sand gesetzt und mit 2:3-Sätzen gegen Bernd Schultz verloren. Es blieb beim 9:9 Endstand. „Ich bewundere Hartmut (Zahn). Für ihn ist es unglaublich schwierig, in dieser Liga zum Erfolg zu kommen. Das Herumschnipsle ist einfach nicht sein Spiel. Er bevorzugt das offene Spiel, ist ein guter Blocker. Trotzdem rollt er sich wieder und wieder an den Tisch und macht immer weiter“, lobte Wittchen. Sein Fazit: „Trotz der vergebenen Chancen sind wir die Unentschieden-Sieger. Denn um nach einem 0:2 zurückzukommen, muss schon alles passen.“

Ein großes Danke geht an den südamerikanischen Fanblock. Leider erlebten die Kids das Ende der Partie (22.45 Uhr) leider nicht. Für sie ging es um 21.30 Uhr zurück ins Hostel Unschlagbar. Leutzsch 17 bleibt mit 15:13-Punkten auf Platz vier. Das Team von Mannschaftslieter Jens Hofmann hat mit einem Spiel mehr einen Punkt Vorsprung auf den SV F. Leipzig-Thekla 3.

 

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